Medizinisches ABC

Hier erhalten Sie einen Überblick der gängigen medizinischen Begriffe der Herz-Vorsorge.


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Betablocker

Betablocker oder genauer Betarezeptorenblocker sind Arzneistoffe zur Senkung des Blutdrucks und der Schlagfolge des Herzens.

Blutgerinsel

Ein Blutgerinnsel (Gerinnsel, Koagel, Thrombus) ist ein durch Gerinnung entstandener Blutpfropf.

Blutverdünner

Gerinnungshemmende Medikamente werden von vielen auch als „Blutverdünner“ bezeichnet, was aber nicht ganz passend ist. Gerinnungshemmer machen das Blut nicht flüssiger, sondern sie vermindern die Gerinnungsfähigkeit des Blutes.

Bradykardie

Eine Bradykardie ist ein verlangsamter Herzschlag. Die Herzfrequenz fällt unter 60 Schläge pro Minute ab. Mitunter kann der Herzschlag sogar ganz aussetzen. Normal ist ein langsames Herz zum Beispiel im Schlaf oder bei Leistungssportlern.


Couplet

Zwei aufeinanderfolgende Extrasystolen.


EKG / Langzeit EKG

EKG steht für Elektrokardiogramm und bezeichnet eine Untersuchungsmethode, bei der die elektrische Aktivität des Herzens gemessen wird. Die sogenannte Herzaktion wird dabei über Elektroden abgeleitet und in Form von Kurven aufgezeichnet. Anhand dieser kann der Arzt beurteilen, ob das Herz störungsfrei funktioniert. Ein Langzeit-EKG mit dem ritmo wird über 72h aufgezeichnet.

Extrasystole

(Ventrikulär, Supraventrikülär)

Bei einer Extrasystole wird zusätzlich ein Impuls in den Vorhöfen (supraventrikuläre Extrasystole) oder in der Herzkammer (ventrikuläre Extrasystole) gebildet. Dadurch kommt es zu den Extraschlägen, die Betroffene meist als Herzstolpern oder Herzaussetzer wahrnehmen. Während Extrasystolen aus den Vorhöfen meist harmlos sind, sollte bei gehäuften ventrikulären Extrasystolen immer die Ursache abgeklärt werden.


Herzfrequenz

Die Herzfrequenz oder Herzschlagfrequenz ist die Anzahl der Herzschläge pro Minute.

Herzkammer

Jede Herzhälfte besteht aus einem Vorhof (Atrium) und einer Herzkammer (Ventrikel), also insgesamt aus vier Räumen.

Herzrasen

Schlägt das Herz ohne körperliche Anstrengung zu schnell, nennt man dies Herzrasen oder Tachykardie.


Pausen

Diese Rhythmusstörungen sind unproblematisch, innerhalb von 24h dürfen bis zu 2000 dieser „Stolperer“ auftreten.

Psycho­somatische Einflüsse

Psychosoziale Risikofaktoren wie Stress, Angst oder Depression beeinflussen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sollten bei der Diagnostik und der Behandlung berücksichtigt werden.

Puls

Der Puls, der sich am Handgelenk ertasten lässt, entspricht in der Regel dem Herzschlag pro Minute.


Rhythmus­störung

Wenn das Herz aus dem Takt gerät. Dafür gibt es verschiedene Ursachen.


Salve

In Gruppen auftretende ventrikuläre Extrasystolen nennt man Salven.

Schlaganfall

Der Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag) ist eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn. Sie muss schnellstens ärztlich behandelt werden!


Tachykardie

Schlägt Ihr Herz in einem zu schnellen Rhythmus (> 80 Schläge pro Minute), so wird das tachykarde Herzrhythmusstörung genannt.

Triplet

Drei aufeinanderfolgende Extrasystolen.


Vorhof

Durch die Herzklappe mit der Herzkammer verbundener Teil des Herzens, in den das Blut zuerst einfließt; auch Vorkammer.

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