Ein Langzeit-EKG ist auch bei einem funktionierenden Schrittmacher sinnvoll. Der ritmo kann ohne Beeinträchtigungen zusammen mit Herzschrittmachern oder anderen Stimulatoren betrieben werden, wenn alle beteiligten Geräte entsprechend ihrer Zweckbestimmung eingesetzt werden.
Das sind die wichtigsten Gründe
für die Durchführung eines Langzeit-EKG:
Ein Schrittmacher hilft bei langsamem Herzschlag, schützt jedoch nicht vor anderen Herzrhythmusstörungen wie z. B. Vorhofflimmern, die je nach Schrittmachereinstellung möglicherweise nicht dokumentiert werden.
Durch die Analyse der Herzfrequenz und der Schrittmacheraktivität können Anpassungen vorgenommen werden, um eine optimale Funktion zu gewährleisten
Falls Symptome wie Schwindel, Herzstolpern oder Ohnmachtsgefühle auftreten, kann das Langzeit-EKG helfen, die Ursache zu finden.
Manche Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern bleiben unbemerkt – das Langzeit-EKG kann sie frühzeitig aufdecken.
Es ergänzt die Schrittmacherkontrolle und bietet ein umfassenderes Bild.
Fazit: mehr Klarheit, mehr Sicherheit
Ein Langzeit-EKG kann ebenfalls bei Patienten sinnvoll sein, die s-ICDs (subkutane implantierbare Kardioverter/Defibrillatoren) tragen und bei denen AHRE (Atrial High-Rate Episodes) auftreten. Das LZ-EKG dient hier insbesondere zur Überwachung und Risikobewertung.
AHRE sind kurze Episoden von schneller atrialer Aktivität, die oft asymptomatisch bleiben, aber mit einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern und Schlaganfälle in Verbindung gebracht werden können.
Einige Vorteile
eines Langzeit-EKGs bei AHRE-Patienten:
- Erkennung von Vorhofflimmern:
AHRE können Vorläufer von Vorhofflimmern sein, und ein Langzeit-EKG hilft, längere Episoden zu dokumentieren. - Risikobewertung für Schlaganfall:
Falls AHRE häufig auftreten oder lange andauern, könnte eine Blutverdünnung erwogen werden. - Optimierung der Therapie:
Falls ein Patient bereits einen Schrittmacher oder ICD hat, kann das Langzeit-EKG helfen, die Einstellungen zu überprüfen und anzupassen. - Differenzierung von Rhythmusstörungen:
Es kann helfen, zwischen harmlosen Episoden und klinisch relevanten Arrhythmien zu unterscheiden.
